Städtisches Historisches Archiv

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Das Historische Archiv, das offiziell im November 1998 eröffnet wurde, hat die Aufgabe, das geschichtliche Dokumentenerbe der Stadt zu bewahren, studieren und dokumentieren. Außerdem soll es Tätigkeiten fördern, die die lokale historische Kultur und Kenntnis verbreiten. Der Zugang ist frei und Forschungs- und Befragungstätigkeiten sind innerhalb der vom Gesetz vorgesehenen Grenzen zulässig.
Den Benutzern werden die Verzeichnisse (auf Papier und Computer) des Archivs des Ancien Régime (bis 1797) und des Archivs aus dem 19. Jahrhundert zur Verfügung gestellt. Es wird Hilfestellung und Beratung bei den Recherchen und der Ausdruck der digitalen Pläne aus dem Kataster von Asolo geliefert.

Es weist eine Struktur auf, die folgendermaßen zusammengefasst werden kann:

Beim Bestand “Ancien Régime” gibt es insgesamt 150 Umschläge. Das besonders interessante Material sind die Aufzeichnungen der Schätzungen mit Zeichnung von 1717; es handelt sich um 187 Mappen, die in 4 Register unterteilt sind, die den 4 Vierteln entsprechen, auf die das Gebiet unterteilt war, plus 75 Schätzungsregister.

Es fehlen die zwei Mappen von der Altstadt von Asolo und die Mappen des Gebiets von Casoni und Mussolente; die Schätzungsregister ab 1472, (59 Umschläge); die sogenannten “Libri partium” von 1531 bis 1797, Bände in hervorragendem Zustand, die die Verwaltungsvorschriften enthalten, die in den Ratssitzungen festgelegt wurden, sowie die Verleihung der Ämter an die einzelnen Ratsmitglieder. Dies war ein direkter Ausdruck der Tätigkeit der Gemeinde und seiner Richterschaft (Umschläge 6);
das Rote Buch, eine offizielle Sammlung der Erinnerungen von Asolo von 1389 bis 1622 und das danach folgende Gelbe Buch, das chronologisch bis 1802 reicht.
Weiter sind zu unterstreichen:

- 49 Manuskripte vom 17. Jahrhundert bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, zu denen die Chroniken der Lokalgeschichte, Notizensammlungen, Komödien gehören;
- die Kartei von Giomo, einem Verweser des Staatsarchivs von Venedig aus Asolo, der 1898 circa 4000 Karteikarten von Dokumenten eintrug, die in Venedig erhalten waren und Asolo betrafen: Alle Karteikarten wurden in einem Band überschrieben;
- die Statuten von Treviso aus dem Jahr 1411, in Schriftrollen: Sie sind die älteste Kopie der Statuten von Treviso, deren Original verloren ging und die von 1316 bis 1805 gültig waren;
- 59 herzögliche Edikte aus dem 16. Jahrhundert: Sie sind verschiedenartig und reichen von der Authentifizierung einer Vollmachtsurkunde, bis zu einem Eintreibungsauftrag, einem Dankesschreiben, einem Aufruf zur Gewährung von Privilegien, zur Begnadigung, usw. Der Großteil besitzt kein Metallsiegel und ist nicht restauriert.
Circa 1500 lose Schriftrollen aus privater Herkunft vom 14. bis 17. Jahrhundert

Aus der Austro-Französischen Epoche gibt es 51 Umschläge von Verwaltungsurkunden.

Das Archiv aus dem 19. und 20. Jahrhundert bewahrt 503 Umschläge von Verwaltungsakten, die mit Protokollregistern (von 1833 bis 1950) versehen sind, von 1815 bis 1920 mit einem analytischen Verzeichnis bis 1850 und einem synthetischen für den Folgezeitraum. Auch das Personenregister wurde mit insgesamt 20 Umschlägen von 1806 bis 1815 in Ordnung gebracht (Personenstandsregister, Heiratsurkunden und Bevölkerungsregister).

Außerdem sind erhalten:
das Comacchio-Archiv (18 Umschläge), das zumeist aus Papier- und Fotomaterial besteht, das vom Autor gestiftet wurde. Hierzu gehören auch die Sammlungen von Diplomarbeiten mit dem Argument Asolo und der Asolaner, die zwischen 1965 und 1983 diskutiert wurden (21 Stück);

das Dall’Armi-Archiv von Triest, das 11 Umschläge mit Pachtgeldregistern, Schriftrollen und Privaturkunden enthält;
- die 30 Diplomarbeiten des Migliorini-Fonds von 1995 bis heute.
Hinterlegte Archive:
- Geschichtsarchiv des Krankenhauses und der Wohltätigkeitsorganisationen (640 Umschläge), in den ’70er-Jahren hinterlegtes Papiermaterial aus dem letzten Jahrhundert;
Archiv der Arbeitergesellschaft für Gegenseitige Hilfe (‘Società Operaia di Mutuo Soccorso’) (1878 – 1953) (28 Umschläge), von dem es einen zusammenfassenden Index gibt;
Paladini-Archiv, das vom Prof. Augusto Le Lievre gestiftet wurde.


Von 1998 bis heute ausgeführte Tätigkeiten::

- Einrichtung eines jährlichen Preises für Diplomarbeiten über das Argument Asolo und des Asolaners, der nach Gianmarco Migliorini benannt ist;
- Bildungsbesuche für die Schüler der umliegenden Schulen;
- kleine Ausstellung von Dokumentationsmaterial über Asolo im Jahr 1814;
- Digitalisierung der Katasterpläne von Asolo von 1711-1717;
- Tagung über die Katasterpläne von Asolo von 1711-1717;
- Konferenzen zur lokalen Geschichte;
- bei der nationalen “Woche für die Kultur” (“Settimana per la Cultura”) Ausstellung von Dokumenten zum Thema beim Museum;
- Ausstellung “Il Risorgimento ad Asolo (1848-1870)” (Anm. d. Übers.: ‘Das Risorgimento in Asolo (1848-1870)’.) Erinnerungen und Notizen für eine Geschichte.