Abteilungen des Museum

Archäologische Abteilung

archeologica

Die Archäologische Abteilung umfasst Material, das von der Vorgeschichte bis zur Renaissance datiert werden kann. Es wurde sowohl im Zentrum von Asolo, als auch auf dem umliegenden Gebiet gefunden. Die Säle 2 und 3 sind der Vorgeschichte gewidmet: Zu den interessantesten Fundstücken gehören einige Grabbeigaben der Veneter (‘Paleoveneti‘) des asolanischen Orts Biordo und von Borso del Grappa. Der Saal 4 zeigt die Fundstücke aus der Römerzeit, die Pacitico Scomazzetto im 19. Jahrhundert im Verlauf der Ausgrabungen bei den antiken Thermen fand, die sich auf der heutigen ‘Piazza Brugnoli’, sowie beim Römischen Theater befanden, das im heutigen Garten von Villa Freya steht. Der Saal 5 ist dem Römischen Aquädukt von Asolo und der via Aurelia vorbehalten, die von Padua nach Asolo verlief, sowie der Vermessung von Asolo. Die Säle 6 und 7 zeigen Artefakte aus den Römischen Stadtnekropolen und aus Gräbern, die in Riese, Altivole und Fonte gefunden worden waren. Im Saal 8 ist die Ausstellung von Material aus dem Mittelalter vorgesehen, die bei Ausgrabungen in der Festung, der sogenannten ‘Rocca’ zwischen 1985 und 1992 gefunden wurden. Zu Ihnen gehören das Bodenmosaik der kleinen Kirche (6.-8. Jahrh.), die vor dem Bau der Festung dort stand, sowie die Grabbeigaben aus dem Frühmittelalter (8.-10. Jahr.), Keramiken und weitere Fundstücke aus dem mittelalterlichen Zeitraum der ‘Rocca’ (9.-16. Jahrh.).

Gemäldegalerie

pinacoteca

Die Gemäldegalerie beherbergt Gemälde und Tafeln, die dem Museum vor allen Dingen durch die Großzügigkeit verschiedener Spender zugingen, die sich vom 19. Jahrhundert bis heute abwechselten. Der Ausstellungsverlauf (Säle 9, 10, 11, 13 ) zeigt die Werke vor allem in einer chronologischen Abfolge, ab dem 15. Jahrhundert. Allerdings wurde an einigen Stellen dagegen ein themenbezogenes Kriterium bevorzugt. Zu den wichtigsten Gemälden gehören der ‘San Girolamo’ von Luca Giordano, der ‘Hl. Antonius von Padua’ von Bernardo Strozzi, ein Bild einer Alten von Antonio Carneo und vor allen Dingen die sogenannten ‘Vedute’ (Ansichten) von Bernardo Bellotto. Der entsprechende Saal (Saal 12 ) wurde den Gemälden und Objekten von Canova und Manera vorbehalten: Unter ihnen zeichnet sich eine Tempera von Canova aus, die die ‘Musa Euterpe’ darstellt. Außerdem gibt es die Ansicht der römischen Werkstatt von Canova von Roberto Roberti, sowie eine Reihe von Gravuren, die aus der gleichen Werkstatt Canovas aus Rom kommen. Der Saal 13 beherbergt schließlich eine Autorenauswahl vom Ende des 19. Jahrhunderts und zeigt die Gemälde von Eugene Benson, Nino Springolo, Umberto Moggioli und Guglielmo Talamini.

Schatz der Kathedrale

In der Abteilung Schatz der Kathedrale (Saal 14 ) sind einige heilige Ornate aufbewahrt, die ein Erbe der Kathedrale von Asolo sind. Die Kathedrale ging vermutlich auf die frühmittelalterliche Zeit zurück, wurde aber schon bald (10. Jahrhundert) in die Diözese von Treviso eingegliedert. Sie behielt allerdings ihren Titel als Bischofssitz und war ab dem Zeitraum von Caterina Cornaro bis zur Zeit verschiedener Päpste, zu denen Pius X., Giuseppe Sarto, gehörte, Ziel zahlreicher Aufmerksamkeiten und Privilegien. Letzterer hatte eine besonders starke Bindung mit dieser Kirche, weil er hier gefirmt worden war und als Geistlicher die ersten Heiligen Weihen dort erhielt.

Abteilung Caterina Cornaro

cornaro

Die der Königin Caterina Cornaro (Saal 15 ) gewidmete Abteilung zeigt Gemälde, Zeichnungen und Gegenstände, die dem Museum meist dank der Schenkungen verschiedener Personen aus dem 19. Jahrhundert zugingen. Unter anderen umfasst die Sammlung, neben den Gemälden und dem sogenannten ‘Testament von Caterina Cornaro’ zugunsten des Bruders Giorgio, Artefakte, die laut Tradition der Königin selbst gehört haben.

Abteilung Eleonora Duse

cornaro

Der Saal 16 beherbergt vor allem die Abteilung, die Eleonora Duse gewidmet ist. Allerdings sind einige Räume dem Gedächnis von Gabriele D’Annunzio, dem 19. Jahrhundert in Asolo, sowie dem englischen Dichter Robert Browning gewidmet. Das Material bezüglich Eleonora Duse, das dem Museum von Asolo von ihrer Tochter Enrichetta übergeben wurde, ist verschiedenartig und reicht von den Porträts und Fotografien der Schauspielerin bis zu Dokumenten, Notizen und autobiografischen Briefen, von Anerkennungen bis zu persönlichen Gegenständen, von Familienerinnerungen bis zu Büchern und einigen Möbeln des Hauses. Zu ihnen gehören Gegenstände, die auf der Bühne oder im Umkleideraum verwendet wurden und Entwürfe und Fotografien für die Raumstudien.